RSS-Feed

RSS- Feed

Dieser Terminus bezeichnet ein simples, elektronisches, textbasiertes Nachrichtenformat. Kurz gesagt ist ein RSS-Feed ein Kanal, durch den ein kommentiertes Inhaltsverzeichnis des neusten Beiträge an die Abonnenten gesandt wird.

 

RSS ist ein Dateiformat für den XML-basierten Austausch von Nachrichten aller Art. Das Kürzel hat verschiedene Auslegungen erfahren, von Rich Site Summary(in RSS 0.9x) oder RDF Site Summary (in RSS 0.9/1.0)bis zu Really Simple Syndication (in RSS 2.0, wirklich einfache Verbreitung [1] ).

 

Abb 2: Aufbau eines RSS-Feed 2.0

 

Trotz der verschiedenen Erklärungen geht es bei RSS-Formaten immer darum, Informationen strukturiert abzulegen und sie für die automatisierte Verarbeitung durch RSS-Leseprogrammeereitzustellen. RSS wurde geschaffen, um Nachrichten von Internetportalen zu verbreiten, und hat sich inzwischen zueinem weitverbreitetem Standard für den automatisierten Austausch von Nachrichten und menschlicher Kommunikation (Weblogs, Diskussionsforen) entwickelt. [2]

 

Ursprünglich wurde das Dateiformat von Netscape entwickelt, allerdings bald darauf von verschiedenen Interessengruppen weiter entwickelt. Die einen lagen das Hauptaugenmerk auf die Bloggerbewegung, inzwischen kann man sagen das die Bewegung ohne RSS-Feeds heute nicht so verbreitet wäre. Andere Lagen die Gewichtung auf die Verteilung „wirklicher“ Nachrichten, bspw. als Börsenticker oder Werkzeug von Nachrichtenagenturen.

 

Im Moment kann man mit dem vielen Handy‘s, PDA’s oder ähnlichen mobilen, internetfähigen Geräten RSS-Feeds lesen. Am heimischen PC werden RSS-Feeds in der Regel mit einem RSS-Reader gelesen und „abonniert“. Wie man schon sieht, die Initiative geht vom Surfer aus. Dies ist äußerst Interessant, RSS-Feeds informieren die Surfer automatisch über Neuigkeiten auf dem Blog oder aus aller Welt. Damit übernehmen die RSS-Feeds die Benachrichtigungsfunktion von Newslettern. Wichtig ist die vor allen Dingen bei Blogs, hier werden teilweise mehrmals täglich Erweiterungen vorgenommen, Surfern wird mit RSS-Feeds das Leben erleichtert. Diese erkennen sofort wo sich etwas getan hat, können einschätzen ob die Änderung interessant für sie ist und sind nur einen Mausklick von der Information entfernt. Es müssen also nicht mehr alle Interessanten Seiten mehrmals am Tag „abgesurft“ werden. [3]

 

Zum effektiven Einsatz von RSS-Feeds werden einige Programme benötigt, meistens sind diese Freeware. Einen Feed-Reader wie bspw. Newsbee, Amphetadesk um die Feeds aufgearbeitet zu lesen, zum Teil sind diese Programme auch in Browsern integriert. Zur eigenen Implementierung von RSS-Feeds auf der eigenen Homepage gibt es auch einige Tools. In vielen CMS-Programmen (z.B. Drupal, Postnuke) und Weblog-Anwendungen (z.B. Blogger, Radio Userland, Moveable Type) sind inzwischen RSS-Generatoren implementiert. Natürlich kann man auch mit Hilfe eines RSS-Parsers fremde Feeds (bspw. über aktuelle Nachrichten) auf die eigene Seiten implementieren. Neben dem Nutzen zur Verbreitung von Informationen im Internet, gibt es auch Versuche RSS-Feeds in ERP-System betriebswirtschaftlich zu verankern. [4]

 

Der evolutionäre Prozess geht also weiter. Natürlich wird auch weiterhin das Dateiformat weiter entwickelt, Version 3.0 ist schon in Arbeit. Alternativen wie Atom, Pie und Echo fördern die stetige Verbesserung.

 

Noch im Oktober 2005 wurde eine Studie von Ipsos Insight im Auftrag von Yahoo! aufgelegt. Der Name war „RSS – crossing into the mainstream“ diese kam zu folgendem Ergebnis. Der Bekanntheitsgrad ist gering, nur 12% der Internetuser war bekannt das RSS-Feeds existieren. Allerdings benutzten 27% der Internetuser RSS-Feeds indirekt über individualisierte Startseiten diverser Dienste. [5]

 

Quellen:

[1] vgl. http://www.vrtprj.de/content/istandards/rssguide_de.html

[2] vgl. http://www.webwriting-magazin.de/inter/rss.php

[3] vgl. http://www.vrtprj.de/content/istandards/rssguide_de.html

[4] vgl. publisher.yahoo.com/rss/RSS_whitePaper1004.pdf

jeweils zugegriffen am 22.06.2007