Datex-P

Datex-P

 

Das Datex-P-Netz der Deutschen Telekom ist ein öffentliches Netz zur Datenübertragung, das auf dem X.25-Schnittstellenprotokoll für die Paketvermittlung basiert. Datex-P stellte in den späten 1980er Jahren den ersten für Jedermann verfügbaren Zugang in ein globales Datennetz dar und brachte einige Vorteile wie z.B. die Anpassung unterschiedlicher Schnittstellenprotokolle der Endgeräte und auch die Reihenfolgesicherung der Pakete, Flusskontrolle und Geschwindigkeitsanpassung mit sich.

Die physikalischen Leitungen werden durch zeitliche Verschachtelung der Datenpakete mehrfach genutzt (Multiplexing). Die Pakete haben ein festes Format und eine feste Länge (128 kByte).

Bei der paketvermittelten Übertragung von Daten nach dem X.25-Protokoll besteht keine exklusiv reservierte Leitung vom Sender zum Empfänger. Stattdessen wird eine virtuelle Verbindung zwischen Sender und Empfänger aufgebaut, die eine Verbindungskennung erhält. Die Datenübertragungsrate kann von 50 Baud bis zu 64.000 bit/s gewählt werden.

 

Datex-P Verbindungen:

<!--[if !supportLists]-->- <!--[endif]--> Temporäre virtuelle Verbindung (SVC)

Die virtuelle Verbindung wird dynamisch auf- und abgebaut.

<!--[if !supportLists]-->- <!--[endif]-->Permanente virtuelle Verbindung (PVC)

Über diese Verbindung wird nur ein Anschluss erreicht. Die Datenpakete für Verbindungsauf- und abbau entfallen.

 

Datex-P ermöglicht es kleinen und mittelständischen Unternehmen, ohne großen finanziellen Aufwand geringe Datenmengen sehr schnell und sicher zu verschicken und zu empfangen. Es ist Bestandteil des internationalen PSDN (Public Switched Data Network), das nach dem CCITT-Standard X.25 paketorientiert arbeitet. Der entscheidende Unterschied zum Telefonnetz (PSTN, Public Switched Telephone Network) ist, dass zur Gebührenberechnung nicht die Verbindungszeit, sondern die übertragene Datenmenge herangezogen wird.

Zur Anbindung eines Computers an das Datex-P-Netz gibt es u.a. folgende Möglichkeiten:

 

  1. X.31 im ISDN-D-Kanal, bei der Deutschen Telekom "ISDN-Access", mit bis zu 16 kbit/s (nominell 9600 bit/s) und typisch 2, maximal 4 logischen Kanälen; dafür kann ein externer Terminal-Adapter mit V.24-Schnittstelle oder eine ISDN-Karte mit speziellen X.31-Treibern benutzt werden. Allerdings ist ein solcher Anschluss bisher nicht aus allen ausländischen X.25-Netzen erreichbar.
  2. Datex-P20F, bei der Deutschen Telekom "Remote Access", Modem-Zugang über das Telefonnetz mit nur einem logischen Kanal; für diese Zugangsart fallen allerdings zusätzliche Telefongebühren an, und sie eignet sich nur für abgehende, nicht für ankommende Datex-P-Verbindungen. Zur Identifikation gegenüber dem Telekom-PAD (Packet Assembly/Disassembly, damit werden aus seriellen Modem-Daten X.25-Pakete erzeugt und umgekehrt) ist eine NUI erforderlich (Network User Identification mit Benutzername und Passwort).
  3. Datex-P10H: Vollwertiger X.25-Anschluss für ankommende und abgehende Rufe; es ist jedoch eine spezielle Interface-Karte im PC nötig (z.B. von Eicon-Diehl oder Incosys), die meist über eine NetBIOS-ähnliche Schnittstelle angesprochen wird und die im HDLC-Protokoll mit der Vermittlung kommuniziert. Alternativ gibt es auch externe PAD-Geräte (siehe Datex-P20F), die für die einzelnen logischen Kanäle jeweils eine eigene V.24-Schnittstelle bereitstellen.

Die Adressierung im X.25-Netz erfolgt mit bis zu 15stelligen Rufnummern, bestehend aus einer Landesvorwahl (auch DNID = Data Network ID genannt, z.B. 0262 für Deutschland), einer Netzkennung (45 für das deutsche Datex-P-Netz), einer Ortsnetzkennung, die meist mit der Telefon-Vorwahl identisch ist (z.B. 231 für Dortmund), und der lokalen Teilnehmernummer. Innerhalb Deutschlands kann man die Landeskennung 0262 (und nur diese) auch weglassen.

Quellen:

www.itwissen.info

www.partnervertrieb.de

www.elektronik-kompendium.de

www.wikipedia.de

www.shamrock.de

www.eubnet.tv

www.t-home.de