E-Payment

ePayment 

Unter dem Begriff ePayment („Electronic Payment“) werden alle Systeme und Verfahren verstanden auf elektronischem Wege (Online), im Internet gekaufte Waren oder Dienstleistungen, zu bezahlen.[1] 

Die Bedeutung des eShops und die damit verbundenen ePayment Möglichkeiten sind heutzutage nicht mehr wegzudenken und sind ein wichtiger Bestandteil des Handels.  

Laut eines Markforschungsinstituts, wird dies auch in Zukunft so bleiben, da bis zum Jahr 2009 im Bereich des eCommerce (elektronischer Handel) mit einem Umsatz von bis zu 694 Milliarden Euro gerechnet werden kann. Um auch in Zukunft weiterhin Wettbewerbsfähig zu bleiben heißt es daher sichere Zahlungsabwicklungsprozesse (ePayment Systeme) anzubieten, die vom Kunden akzeptiert werden und somit Kaufabbrüche zu vermeiden.[2] 

Hierbei kristallisieren sich jedoch nach wie vor die herkömmlichen Zahlungsarten (Lastschriftverfahren, Kreditkarte oder Überweisung) als bevorzugte Systeme heraus. Für den Kunden ist es natürlich am sichersten und einfachsten erst nach Zustellung und Prüfung der Ware zu bezahlen, wohingegen der Händler am liebsten die Vorauszahlung des Kunden wünscht.[3] 

Um die Gefahr der Risikoübertragung bestmöglich zu kompensieren und um den speziellen Anforderungen des eCommerce gerecht zu werden wurden diverse ePayment Systeme entwickelt, auf die an dieser Stelle aber nicht näher eingegangen wird. (siehe Zahlungssysteme) 

Um den generellen Ablauf eines ePayment Systems besser beschreiben zu können wird dieser in folgender Abbildung zunächst visualisiert:  

 

Abb. 1: Genereller Ablauf des ePaymet Verfahrens[4] 

Ebenen 

Wie obige Abbildung erkennen lässt, handelt es sich hier um zwei unterschiedliche Ebenen die bei diesen ePayment Systemen betroffen sind. Zum einen die Käufer-Verkäufer-Ebene, auf der das konkrete Geschäft getätigt wurde und indem sich der Käufer nach Abwicklung des Kaufgeschäftes zur Zahlung der erworbenen Produkte/Dienstleistungen verpflichtet.

Auf der nächsten Ebene, der Banken-Ebene vollzieht sich letztlich der Vorgang der Bezahlung, zwischen der Bank des Käufers und der Bank des Verkäufers. Dieses Verfahren wird zentral über das Bezahlsystem abgewickelt, auf das alle Parteien zugreifen. Das Bezahlsystem bietet dann in Abhängigkeit von dem ausgewählten ePayment Verfahren sämtliche dienste zur Abwicklung des Zahlungsprozesses.

Zunächst muss der Käufer dem Verkäufer, auf erst genannter Ebene, die Informationen zukommen lassen, wie der Käufer gerne zahlen möchte und muss hier ferner sämtliche Angaben zur ausgewählten Verfahren machen (z.B. bei Bezahlung mit Kreditkarte: Die Nummer, das Gültigkeitsdatum und die Kreditkartenfirma benennen).

Nach Erhalt dieser Information werden alle angegebenen Daten zum ausgewählten Zahlungssystem geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung kann der fällige Betrag vom Käufer Konto abgehoben werden und auf das Konto des Verkäufers transferiert werden. Dies geschieht auf der zweiten Ebene (Banken-Ebene), auf der dieser Prozess durch das Banken-Clearing eingeleitet wird. Abschließend, nach Abschluss der Transaktion, werden Verkäufer und Käufer von dem Bezahlsystem über die erfolgreiche Zahlung in Kenntnis gesetzt.[5]  

Die Chancen bzw. die Notwendigkeit für neue Zahlungssysteme, die Anforderungen des eCommerce gerecht werden, sind zwar gegeben doch fehlt es derzeit noch an mangelder Akzeptanz der Käufer.  



Quellen:  
[1] Vgl.: http://www.www-kurs.de/gloss_e.htm, zugegriffen am 27.03.2007
[2] Vgl.: http://www.payment-forum.de/studien.html, zugegriffen am 28.03.2007   

[3] Vgl.: http://www.ecin.de/zahlungssysteme/epayment/, zugegriffen am 28.03.2007

[4] Vgl.: Dustdar, S., Gall, H., Hauswirth, M.: Software-Architekturen für Verteilte Systeme: Prinzipien, Bausteine, Standardarchitekturen für moderne Software, Wien 2003, Seite 246. 
[5] Vgl.: Dustdar, S., Gall, H., Hauswirth, M.: Software-Architekturen für Verteilte Systeme: Prinzipien, Bausteine, Standardarchitekturen für moderne Software, Wien 2003, Seite 246.