FTP

FTP 

Das File-Transfer-Protokoll (engl. für Datenübertragungsprotokoll) ist ein Netzwerkprotokoll, das zur Datenübertragung zwischen zwei an einem Netzwerk angeschlossenen Rechnern verwendet wird.

Das FTP Protokoll wurde erstmals 1971 in den USA zur Übertragung von Daten am Massachussets Institute of Technology (M.I.T.) zur Übertragung von Daten zwischen zwei Computern genutzt und seitdem ständig weiterentwickelt und im RFC 959 von 1895 in seiner heutigen Form spezifiziert.

Funktion

Das FTP Protokoll kennt zwei verschiedene Authentifizierungsebenen. Zum einen ist es möglich, nur einem eingeschränkten Benutzerkreis die Möglichkeit der Kommunikation zu erlauben. Hierbei muss sich der Client mit Benutzername und Kennwort am Server anmelden. Zum anderen ist eine anonyme Dateiübertragung ohne Benutzernamen und Kennwort möglich. Welche der beiden Methoden ein FTP-Server unterstützt, kommt auf die jeweilige Konfiguration des Servers an.

Für eine Datenübertragung mittels FTP sind zwei getrennte Verbindungen zwischen Client und Server erforderlich. Eine Verbindung wird zur Kommunikation der beiden Rechner und eine weitere zum Austausch der eigentlichen Daten verwendet.

Hierbei wird zwischen „aktivem FTP“ und „passiven FTP“ unterschieden:

Beim „aktiven FTP“ stellt der Client zunächst eine Verbindung über einen Kommunikationsport zum Server her. Anschließend öffnet der Client einen Port für den Dateiaustausch und teilt diesen mitsamt seiner IP Adresse dem Server über die Kommunikationsverbindung mit.

Beim „passiven FTP“ meldet der Client sich zunächst auch wieder beim Server an. Im Unterschied zum „aktiven FTP“ wartet der Client jedoch, bis der Server einen Port für den Datenaustausch geöffnet hat, und der Server dem Client diesen Port und die zugehörige IP Adresse mitteilt. „Passives FTP“ ist dann sinnvoll, wenn der Client z.B. über einen Router an das Internet angeschlossen ist, und dieser aufgrund einer Firewall Anfragen von außen an den Datenport blockieren würde.

Vorteile:

Es ist auch möglich, zwei FTP Server über einen Client miteinander zu Verbinden (FXP). Hierzu muss einer der Server im „passiv FTP“ und der andere im „aktiven FTP“ Modus betrieben werden. Der Client dient dann lediglich dazu, den Datenaustausch zu steuern. Über das FXP Verfahren können sehr hohe Datenaustauschgeschwindigkeiten zwischen den beiden Servern erreicht werden.

Weitere Vorteile des FTP-Protokolls sind, dass es keine Beschränkung der Dateigröße gibt und dass das Protokoll die Resume-Funktion unterstützt. So kann z.B. die abgebrochene Übertragung einer sehr großen Datei zu einem späteren Zeitpunkt an der Position des Abbruchs fortgesetzt werden, ohne dass die Datei komplett neu übertragen werden müsste. Heute findet das FTP-Protokoll in erster Linie im Bereich des World-Wide-Web Verwendung.

Es dient hier zum Upload von Webseiten auf Webserver oder auch zum Download großer Dateien. In der Regel stellen Webspaceanbieter ihren Kunden zum Upload der Webseiten einen FTP-Service zur Verfügung. Die Kunden können dann mittels eines FTP Client Programms beliebige Daten online stellen. Firmen nutzen das FTP Protokoll auch häufig, um Usern den Download von großen Dateien zu ermöglichen, oder um Ihren Mitarbeitern einen internen Datenaustausch von großen Datenmengen zu ermöglichen. 

Interessante Links zum Thema:

http://tools.ietf.org/html/rfc959 

http://www.uni-koeln.de/rrzk/netze/ssh/ftp.html

http://www.bullhost.de/f/ftp.html