Content Management
Content Management
Der Begriff des Content Managements setzt sich aus den beiden Wörter Content und Management zusammen. Um den Begriff des Content Management erläutern zu können, sollen an dieser Stelle zunächst der Begriff Content dargestellt werden.
Content
Überträgt man den Begriff des Contents ins Deutsche, so kann man diesen mit Gehalt, In- oder Aussage übersetzen. Content wird häufig in Beziehung zu dem Begriff Informationsmanagment gesetzt. Die Weitergabe von Informationen oder bspw. auch die Nutzung von austauschbaren oder von anderen Personen verwendeten Texten, Bilder, Graphiken, Video- oder Audiosequenzen kann als Content bezeichnet werden; diese liegen i.d.R. als unstrukturiertes Wissen vor. Unter Content wird allerdings in erster Linie textueller Inhalt verstanden (im Sinne von „Aussage“).
Content Management
In jedem Unternehmen wird Content erzeugt. Wird der erzeugte Content dann zur systematischen und strukturierten Verwaltung schwacher und unstrukturierter Informationen verwendet, wird dies als Content Management bezeichnet.
Neben dem Content Management, exisiteren der Begriff des Knowledge Management und der Begriff des Dokumentenmanagement, die oft in Verbindung mit einem Content Management gesetzt werden, aber voneinander abgegrenzt werden müssen.
Ein Knowledge Management System wird zur Verwaltung von Informationen, zur Archivierung und Wiederverwendung von Wissen eingesetzt. Dagegen stellt das Dokumentenmanagementsystem ein System dar, dass Dokumente in einer Netzumgebung für einen bestimmten Personenkreis oder bestimmte Personen ablegt und zur Verfügung stellt.
Ein Content Managment nimmt innerhalb eines Content Life Cycle bestimmte Aufgaben wahr. Der Content Life Cycle umfasst dabei den Lebenszyklus von Informationen auf Internetseiten. Die Aufgaben des Content Managment Systemes innerhalb des Content Life Cycles lassen sich in fünf Phasen unterteilen:
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Erstellung
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Kontrolle
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Freigabe
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Publikation und
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Archivierung
Abbildung 1: Content Life Cycle
Erläuterung des Content Life Cycles
Erstellung
Zunächst erstellen die Bearbeiter den Content z.B. in Form von Texten, Graphiken, Bildern etc. in den von ihnen zur Verfügung stehenden Programmen. Diese können dann mit Hilfe integrierter Redaktionsanwendungen (z.B. in Dokumentenmanagmentsystemen oder Content-Management-Systemen) zentral abgespeichert werden.
Kontrolle
Ist der Content erstellt, so erfolgt eine Qualitätssicherung der Dokumente. Dies ist notwendig, da oftmals viele Bearbeiter z.B. an einem Dokument arbeiten. Im Optimalfall sind die Dokument in in einem geschützen Bereich, so dass die Nutzer auf das System in der Phase der Kontrolle nicht auf das Dokument zugreifen können.
Freigabe
Ist die Kontrolle der einzelnen Bearbeiter abgeschlossen, so folgt nun bei positivem Ergebnis die Freigabe der zuständigen Kontrollstelle. Bei negativem Ergebnis, muss z.B. das Dokument an die entsprechende Stelle zur Änderung übermittelt werden.
Publikation
Sobald die zuständige Kontrollstelle das Dokument freigegeben hat, wird das Dokument auf dem entsprechenden Server im Inter-, Intra- oder Extranet veröffentlicht. Die Phase der Publikation kann somit auch als Schnittstelle von der internen Verarbeitung zur externen Veröffentlichung gesehen werden.
Archivierung
Damit die Inhalte veralteter Contents nicht verloren gehen und im Bedarfsfall darauf zurückgegriffen (Einsehung oder Wiederherstellung der Dokumente) werden kann, ist es erforderlich diese Inhalte zu archivieren.
Um nun die Verwaltung schwach stukturierter Informationen über den gesamten Content Life Cycle zu ermöglichen, sind sogenannte Content Management Systeme entwickelt worden.
Diese sind Anwendungssysteme, die alle oder wichtige Teilaufgaben informationstechnisch umsetzen. Ein Content Mangement System kann also als ein computergestüztes System zur Organistion, Verwaltung und Durchführung des Content Management angesehen werden. Nicht zu verwechseln ist das Content Management System mit dem Web Content Management System (WCMS) dass Personen ohne Spezialwissen die einfache Erstellung mit professionellen Tools erlaubt.
Quellen:
Koop, H. J., Jäckel, K., van Offern, A.: Erfolgsfaktor Content Mangament, Braunschweig, Wiesbaden 2001.
Christ, O.: Content-Management in der Praxis, Heidelberg, New York 2003.
Stahl, F., Maass, W.: Content Management Handbuch, St. Gallen 2003. Zschau, O.: Der Content Life Cycle, in: http://www.contentmanager.de/magazin/artikel_5_der_content_life_cycle.html, zugegriffen am 29.03.2007.
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