Elektronischer Marktplatz
Elektronischer Marktplatz
Der Elektronische Marktplatz (auch Internetverkauf, Elektronischer Handel, Virtueller Marktplatz) ist eine elektronische Einkaufsplattform im Internet. Ziel dieser Einkaufsplattform ist das Zusammenkommen von Anbietern und Nachfragern mit der Absicht Geschäfte über das Internet abzuschließen.
In Abhängigkeit von den jeweiligen Anbietern bzw. Nachfragern spricht man von B2B, B2C, C2B oder auch C2C Marktplätzen.
Nicht alle Marktplätze sind für jedermann in gleicher Art und Weise zugänglich, insofern werden die elektronischen Marktplätze nach deren Zugangsformen unterteilt.
Unterschieden wird nach offenen und geschlossenen Marktplätzen:
Bei offenen Marktplätzen kann sich jeder Anbieter bzw. Nachfrager registrieren und problemlos tätig werden. Ebenso problemlos können sich die Anbieter bzw. Nachfrager aus dem Marktplatz zurückziehen. Geltende Zugangsbeschränkungen bei offenen Marktplätzen können Zahlungen einer Zugangsgebühr, sowie die Akzeptanz der geltenden AGB’s sein.
Das beste und wohl auch bekannteste Beispiel eines offenen elektronischen Marktplatzes ist EBAY, was wohl jedem Internetuser ein Begriff sein sollte.
Bezogen auf die geschlossenen Marktplätze lässt sich sagen, dass diese im Gegensatz zu den offenen strenge Beschränkungen aufweisen, was den Markteintritt bzw. –austritt angeht.
Die angesprochenen Beschränkungen können unter anderem regional-, personen- oder institutionenbezogen sein und werden mit Hilfe von Zugangscodes oder technischen Beschränkungen umgesetzt.
Generell gilt jedoch sowohl für die offenen als auch für die geschlossenen Marktplätze eine Ortsungebundenheit, dass heißt, das jeder Nutzer auf dem Markt aktiv sein kann, egal wo er ist Hauptsache ein Zugang zum World Wide Web ist garantiert.
Horizontale und vertikale Marktplätze
Elektronische Marktplätze werden nicht nur nach deren Zugangsformen unterschieden sondern auch nach dem angebotenen Sortiment. Sie können unterteilt werden in horizontale und vertikale Marktplätze.
Auf horizontalen Marktplätzen ist das angebotene Warensortiment Branchenübergreifend, die dort auftretenden Nachfrager kommen aus unterschiedlichen Branchen und greifen auf das angebotene Sortiment einer Lieferantengruppe zu. Dies ist z.B. der Fall beim Beschaffungsprozess wo mehrere Nachfrager aus verschiedenen Branchen bei ein und demselben Anbieter Ihre Waren kaufen.
Im Gegensatz dazu werden auf vertikalen Marktplätzen mehrere Geschäftsprozesse einer einzigen Branche abgebildet und somit auch ein Branchenspezifisches Angebotssortiment angeboten. Hierbei handelt es sich nicht nur um den Prozess der Beschaffung, sondern um mehrere das Unternehmen betreffende Prozesse.
Umfassend gesehen beinhaltet der Elektronische Marktplatz jede Art von geschäftsmäßiger Transaktion, bei der die Transaktionspartner im Rahmen von Leistungsanbahnung, -vereinbarung oder -erbringung elektronische Kommunikationstechniken einsetzen. Diese Art von geschäftlichen Transaktionen wird seit den 90er Jahren mit dem Begriff Electronic Business (E-Business) beschrieben.
Einige Beispiele für Marktplätze:
B2B: mercateo - Offener, horizontaler Marktplatz für Unternehmen, Gewerbetreibende und Freiberufler
B2C: Expedia.de Thema Reisen
C2C: Ebay.de
Quellen:
Ruff, A.: Vertriebsrecht im Internet: der Vertrieb und Fernabsatz von Waren und Dienstleistungen, 2003, S.17
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