Datenübertragung
Datenübertragung
engl. data transfer, data transmission
Datenübertragung bezeichnet den Transport von Informationen. Dieser findet zwischen den Datenstationen Sender und Empfänger statt. Mindestens zwei Datenstationen sind über einen Datenübertragungsweg verbunden, über welchen der Datentransport erfolgt. Jede Datenstation hat eine Datenendeinrichtung (Empfänger) und eine Datenübertragungseinrichtung (Sender).
Diese sind über genormte Schnittstellen miteinander verbunden. So erfolgt die Kommunikation nach genau festgelegten Protokollen. Die Datenendeinrichtung wird unabhängig von der Art der Datenübertragungseinrichtung und der Art des Übertragungsweges. Übertragungswege sind entweder Standleitungen oder Wählleitungen. Bei Ersteren besteht die Verbindung längere Zeit; im anderen Fall wird die Verbindung zum Netzwerk nur im Bedarfsfall hergestellt. Die Verbindung zu öffentlichen Netzen über die Übertragungswege erfolgt heute über die X.25-Schnittstelle. Öffentliche Netze sind in Deutschland hauptsächlich die DATEX-Netze der deutschen Telekom.
Auf der technischen Ebene wird vom Sender eine physikalische Größe (z.B. elektrische Spannung oder elektromagnetische Wellenfrequenz) gegenüber einem Referenztakt zeitlich variiert. Dies wird vom Empfänger gemessen und interpretiert. Die Übertragung kann dabei simplex nur in eine Richtung, halbduplex abwechselnd in beide Richtungen oder duplex zugleich in beide Richtungen erfolgen.
Strategien
Es gibt zwei grundlegend verschiedene Übertragungsstrategien für Datensignale: seriell, sprich sequentiell nacheinander, oder parallel, sprich mehrere zugleich.
Die Interpretation der Signale auf der logischen Ebene erfolgt durch genau festgelegte Protokolle. Somit erfolgt Datenübertragung in verschiedenen Schichten. Das so genannte OSI-Referenzmodell von 1979 normierte dieses Schichten. Dabei werden die Schichten 1 bis 3 in der Regel von den öffentlichen Übertragungswegen angeboten, alle anderen sind an die Datenstation gebunden.
Im Einzelnen haben diese Schichten folgende Aufgaben:
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1. Schicht: Physikalische Schicht |
Hier erfolgt der physikalische Verbindungsaufbau zwischen zwei Datenstationen sowie die physikalische Übertragung des Signalstroms. |
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2. Schicht: Leitungsschicht |
Der hier sitzende „Datenübertragungsdienst“ verbirgt die unterschiedlichen Eigenschaften verschiedener Übertragungswege vor der Schicht 3. |
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3. Schicht: Netzwerkschicht |
Diese Schicht sorgt für die Bestimmung eines Kommunikationsweges durch ein dezentrales Netzwerk über das Internet-Protokoll (IP). |
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4. Schicht: Transportschicht |
Die Dienstleistungen dieser Schicht sind das Bereitstellen von Fehlerkorrekturmechanismen, Prozessadressierungen und Benachrichtigungen von Prozessen über für sie eingegangene Nachrichten über das Transmission Controll Protokoll. (TCP) |
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5. Schicht: Sitzungsschicht |
In dieser Schicht werden Dienste bereitgestellt, welche es kooperierenden Prozessen erlauben synchronisiert auf eine gemeinsame Datenumgebung zuzugreifen. |
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6. Schicht: Darstellungsschicht |
Auf dieser Ebene wird die maschinenorientierte Sicht der Schichten 1 bis 5 in eine problembezogene Sicht umgewandelt. An Diensten angeboten werden Dateitransfer- oder Prozesstransferprotokolle. |
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7. Schicht: Anwendungsschicht |
Die finalen Abnehmerprozesse für die Dienstleistungen der Schichten 1 bis 6 sitzen hier. In dieser Schicht sind die Benutzerprogramme des Users inbegriffen. Diese transformieren die übertragenen Daten in für Menschen interpretierbare Darstellungen. |
Die Datenübertragungsrate ist hiervon unabhängig. Sie ergibt sich aus der Bitfehlerwahrscheinlichkeit und der Qualität der physikalischen Signalübertragung. Gemessen wird die Übertragungsrate in „bits per second“, kurz „bps“. In öffentlichen Netzen liegt sie zwischen 56.000 bps (ISDN) und 140 Mio. bps (DATEX-M)
Quellen:
http://einstein.informatik.uni-oldenburg.de
Meyers Lexikonredaktion (Hrsg.): Duden: Informatik, Ein Fachlexikon für Studium und Praxis, 3. Auflage, Mannheim (Dudenverlag), 2001.
Doberenz, W. und Kowalski, T.: Borland Delphi 5 Kochbuch, München (Carl Hanser Verlag), 2000.
Alle weiteren Quellen wurden direkt über den entsprechenden Begriff verlinkt.
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