Economies of scale (engl.) / Skaleneffekt (de.)

Economies of scale (engl.) / Skaleneffekt (de.)

 

Economies of scale werden in der Produktionstheorie als Abhängigkeit zwischen Faktoreinsatzmenge und Produktionsmenge definiert.<!--[if !supportFootnotes]-->[1]

 

Eine Steigerung der Faktoreinsatzmenge führt zu einer Steigerung der Produktionsmenge.

3 Szenarien sind möglich.

  • der Output steigt im Verhältnis zum Input (constant returns to scale / Konstante Skalenerträge).
  • der Output steigt in geringerem Maße zum Input (diseconomies of scale / abnehmende Skalenerträge).
  • der Output steigt in stärkerem Maße zum Input (economies of scale / zunehmende Skalenerträge).

Mathematisch wird dies in einer Produktionsfunktion F(x1, x2, …) und dem Skalenfaktor a ausgedrückt.

Für Unternehmen sind vor allem zunehmende Skalenerträge (a > 1) interessant. Danach gilt:

a * F (x1, x2, …) < F (a * x1, a * x2, …)

Die Faktoreinsatzmenge gesteigert um a führt zu einer Steigerung der Produktionsmenge um größer als a. Je zusätzlich produziertes Stück sinken demnach die Stückkosten (→Gesetz der Massenproduktion).

Sinkende Stückkosten bei steigender Ausbringungsmenge

Abbildung 1: Sinkende Stückkosten bei steigender Ausbringungsmenge

 

Gründe für economies of scale können sein:

· Arbeitsteilung Spezialisierung

· Fixkosten werden auf mehr Stück verteilt → sinkende Durchschnittskosten

· Lernkurveneffekte setzen ein (bessere Organisation, bessere Geschicklichkeit der Mitarbeiter, optimale Anpassung der Werkzeuge)

· Unteilbare Maschinenkapazitäten werden durch optimale Losgrößen besser genutzt

· Nutzung der 2/3 Regel:

o     Der Materialaufwand für zylindrische Produktionskapazitäten (Öfen, Pipelines, etc.) nimmt mit der 2 Potenz zu. Das Volumen hingegen in der dritten Potenz.

· Rationalisierung durch Substituierung von menschlicher Arbeitskraft durch Maschinen

 

Ziel einer jeden Unternehmung ist es zunehmende Skaleneffekte zu nutzen. Economies of scale können durch größere Unternehmen jedoch besser genutzt werden als durch kleinere. Ein Unternehmen mit 10 Mio. Kapitaleinsatz kann mehr produzieren als zwei Unternehmen mit jeweils 5 Mio. Kapitaleinsatz.

Wie aus der Abbildung ersichtlich gibt es zunächst steigende und ab einem Punkt fallende Grenzstückkosten. Dies resultiert aus Koordinationsschwierigkeiten. die mit wachsender Produktionsmenge bzw. Unternehmensgröße steigen. Der Informationsaustausch, die Entscheidungsfindung und die Produktionsplanung gestalten sich schwieriger. Daher sinken die Durchschnittskosten nur bis zu einem bestimmten Grad und können dann bei wachsender Produktionsmenge bzw. Unternehmensgröße wieder steigen.

Um dies zu verdeutlichen soll zum Abschluß folgendes Beispiel dienen:

"Ein Frisörsalon mit 200 Angestellten bedient keine Kunden mehr, da die Angestellten damit beschäftigt sind sich gegenseitig zu rasieren.“<!--[if !supportFootnotes]-->[2]

<!--[if !supportFootnotes]-->[1] Vgl. o.V. Skaleneffekt, Internet, Zugriff am 29.06.07

<!--[if !supportFootnotes]-->[2] Baßeler, Ulrich: Grundlagen und Probleme der Volkswirtschaft, 2002

Quellen:

Mankiw, Nicholas Gregory: Grundzüge der Volkswirtschaftslehre, 3. Auflage, Stuttgart, 2004

Baßeler, Ulrich: Grundlagen und Probleme der Volkswirtschaft, 16. Auflage, Stuttgart, 2002

Demmler, Horst: Einführung in die Volkswirtschaftslehre, 7. Auflage, Oldenbourg, 2001

o.V.: Skaleneffekt, http://de.wikipedia.org/wiki/Skaleneffekt, Zugriff am 29.06.07