Content-Provider
Content-Provider (engl.) – Inhalte Anbieter (de.)
Content Provider ist die juristische Person, die eigene Inhalte im Internet einstellt oder ein Programm zur Verfügung stellt mit dem Dritte ihren Inhalt im Web anderen zur Nutzung bereitstellen können. Der Content kann unterschiedliche Formate haben, z.B. Bild, Text oder Videodaten. Als Content bezeichnet man aufbereitete digitalisierte Daten. Content-Provider, die von externen Contentredaktionen Daten und Dokumente verlinken, benutzen Content-Management-Systeme um die Daten aufzubereiten. Den technischen Zugang zum Internet erhält der Content-Provider über Service-Provider.
Die Dreiecksbeziehung Content-Provider – Werbekunde – Rezipient finanziert die Marketingaktionen. Der Content-Provider bietet durch gute redaktionelle Arbeit exakt gefilterte und sortierte Inhalte an. Durch gutes Marketing versucht er mehr potentielle Besucher auf seine Internetpräsenz aufmerksam zu machen. Dazu gehört auch die Selektierung der Zielgruppe.
Funktion
Die meisten Content-Provider finanzieren sich dadurch, dass sie Werbung auf ihrer Seite verkaufen. Der Trend der Internetwerbung geht weg von Massenüberschwemmungen in Richtung selektiver Werbesendungen. Beim Content-Provider, hat er die Möglichkeit die Werbung zu schalten und Kriterien zu bestimmen, welcher Kunde welchen Werbebanner erhält. Daher sind ein guter Aufbau der Seite und eine hervorragende Redaktionsarbeit sehr wichtig.
Bei der Internetwerbung ist es jedoch üblich, dass nach Klicks bezahlt wird, wodurch der Rezipient auf der Seite des Content-Providers zum Werbekunden wird. Die erhöhten Marketingkosten werden durch die höhere Anzahl an Klicks finanziert.
Das oben genannte Marketingprinzip nach dem der Werbeempfänger die Werbung ungefragt erhält heißt Pushprinzip, ein aktuellerer Ansatz bei dem der Content-Provider eine wichtige Funktion hat, ist das Pullprinzip, hierbei bekommt der Internetsurfer nur Texte und Werbungen, die er vorher beim Content-Provider angefordert oder eingewilligt hat, diese zu erhalten.
Content-Provider werden
Die Entscheidung als Content-Provider aufzutreten muss jedoch nicht unbedingt monetäre Beweggründe haben. So sind zum Beispiel Bildungseinrichtungen oder öffentlich rechtliche Rundfunkanstalten daran interessiert, die Bevölkerung zu informieren und nutzen das Internet als Massenmedium um einen erweiterten Personenkreis zu erreichen.
Wer als Content-Provider fungieren möchte, muss sich gründlich über die rechtlichen Grundlagen informieren, da er für die eigenen Daten, nach dem gültigen Gesetz verantwortlich ist und für fremde Inhalte soweit er diese kennt, und deren Nutzung verhindern könnte. Die wichtigsten Gesetzestexte sind §8 TDG welcher die allgemeinen Grundsätze der Verantwortlichkeit klärt, §823 BGB, der die Schadensersatzpflicht abhandelt sowie das Informations- und Kommunikationsdienste-Gesetz, das die Rahmenbedingungen für Informations- und Kommunikationsdienste regelt.
Eine Veranschaulichung zum Zusammenhang zw. Content-Provider und den Service-Providern finden Sie unter folgendem Link: http://beat.doebe.li/bibliothek/w00907.html
Literaturhinweise:
A. Meier, H. Stormer: eBusiness & eCommerce, Berlin 2005
M. Merz: E-Commerce und E-Business, 2. Auflage, Heidelberg 2002
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